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Published on September 26th, 2013 | by Sonja

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Polens Kultstätten: vom Paulinenkloster bis zur Basilika in Licheń Stary

Polen gehört seit Jahrhunderten zu den spirituellen Zentren Europas. Dies wurde auch mit der Wahl Karol Wojtyłas im Jahr 1978 zusätzlich unterstrichen. Kaum ein anderer repräsentierte die tiefe Gläubigkeit und Volksnähe des katholischen Glaubens in Polen mehr als er. Bis zu seinem Tod 2005 trug er das Erbe Polens in die Welt hinaus und fühlte sich tief mit seinem Heimatland verbunden. Davon zeugen auch zahlreiche Wanderrouten, die Wojtyła Zeit seines Lebens gerne besuchte und die heute den Status als Wallfahrtsorte genießen.

Eine Reise zu den Wurzeln des europäischen Glaubens

Zu den ältesten Wallfahrtsorten Polens gehört das im Jahr 1382 gegründete Bergkloster Jasna Góra in Częstochowa. Das Paulinerkloster ist die Heimat der Schwarzen Madonna von Tschenstochau, die auch den Beinamen “Königin Polens” trägt und das wohl bedeutendste Marienheiligtum der römisch-katholischen Kirche in Mitteleuropa darstellt. Nachdem König Władyslaw IV. Wasa das Kloster im Jahr 1621 mit mächtigen Verteidigungsanlagen ausstattete, wurde der Komplex in den folgenden Jahrhunderten mehrmals von feindlichen Truppen belagert. Der Sage nach ist es der Gottesmutter Maria zu verdanken, dass das Kloster weder erobert noch in blutige Schlachten verstrickt wurde. Das wichtigste Heiligtum der orthodoxen Kirche bildet der Heilige Berg Grabarka. Das auf dem Gipfel errichtete Kloster geht bis auf das 18. Jahrhundert zurück und gilt als bedeutender Pilgerort. Die eigentliche Mystik des Berges geht allerdings von einer Quelle aus, der bis heute heilende Kräfte nachgesagt werden. Der Höhepunkt der orthodoxen Feierlichkeiten findet jährlich im August statt, wenn Pilger anlässlich der Transfiguration Christi Kreuze nach Grabarka führen. Mittlerweile finden sich mehr als 10.000 Kreuze an den Flanken des Heiligen Berges, weshalb man ihn auch als Kreuzhügel bezeichnet.

Der Papst aus Polen – eine Reise auf seinen Spuren

Obwohl Polen schon immer als Zentrum religiöser Spiritualität galt, ist das Erbe Karol Wojtyłas nicht zu verleugnen. Als Papst Johannes Paul II. bestärkte er nicht nur den Glauben innerhalb Polens, sondern versuchte die katholische Kirche von Grund auf zu erneuern. Dabei suchte er auch die Nähe zu den Gläubigen und pflegte bis ins hohe Alter hinein seine bevorzugte Freizeitbeschäftigung: das Wandern. Dem ist es wohl auch zu verdanken, dass sich heute in Polen zahlreiche Wallfahrtsrouten finden, die dem Geiste des ehemaligen Papstes folgen. Einer der wichtigsten ist der Wallfahrtsweg auf den Kalvarienberg Kalwaria Zebrzydowska, der mit seinen insgesamt 42 Stationen bis auf das 17. Jahrhundert zurückgeht.

Spiritueller Urlaub in Polen

Kaum ein anderes Land in Europa bietet die Möglichkeit den eigenen Glauben mehr zu vertiefen als Polen. Abseits der Hotels bieten Ferienwohnungen Orte der inneren Einkehr und die Möglichkeit wieder zu sich selbst zu finden, weit abseits vom üblichen Alltagsstress. Dabei macht gerade die Kombination aus dem Erbe des bisher einzigen polnischen Papstes und jahrhundertealter Traditionen den Reiz des Landes aus.


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